Nordsee-Radweg
Im Sommer werden wir eine Woche auf dem Nordseeküsten-Radweg unterwegs sein.
Unsere Radtour im Jahr 2026 auf dem Nordseeküsten-Radweg
Unsere diesjährige Radtour oroentiert sich am Nordseeküsten-Radwegs und führt uns von Leer nach Wilhelmshaven und wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Wir haben die Tour selbst geplant, die Länge der Etappen nach unseren Einschätzungen festgelegt und die Unterkünfte danach gebucht.
Von Bensersiel aus machen wir einen Tagesausflug hinüber auf die Insel Langeoog.
Der Bikeline-Führer "Nordseeküsten-Radweg 2" war bei der Plaung der Tour sehr hilfreich.
Die Radtour im Überblick
Wir haben die Tour als Rundtour geplant, unser Startpunkt ist in Leer.
1.Tag: 28.6.2026: Leer - Emden (43 km)
Es trifft sich gut, dass wir unser Auto auf dem Parkplatz des Park-Hotels "Waldkur" stehen lassen können. Zum Abschluss unserer Tour wollen wir hier übernachten.
Und so starten wir um 14 Uhr an dem Hotel, etwas außerhalb im Stadtteil Leer-Logabinum. Es war in den letzten Tagen sehr heiß gewesen, und so freuen wir uns, dass der Radweg gleich in ein Waldstück einbiegt.
Ein schönes, schattiges Waldstück
Wir umrunden auf einer ehemaligen Bahntrasse den östlichen Teil Leers und biegen erst im Norden in die Stadt ab. Ein Besuch der Altstadt und des Hafengeländes heben wir uns für das Ende der Tour auf. Wir radeln durch sehr gepflegte Wohngebiete zielstrebig auf die Ems zu, die wir auch schon bald auf einer Brücke überqueren.
Blick auf die Ems vom Schutzdeich aus
Hinter dem Deich geht die Fahrt dann Richtung Norden. Wir fahren zwar auf das Meer zu, können es jedoch noch nicht sehen.
Ein schöner Radweg hinter dem Deich
Bei Ditzum wollen wir mit der Fähre die Ems überqueren. An einem schönen Picknickplatz in der Nähe von Hatzum überprüfen wir noch einmal die Abfahrtszeiten der Fähre. Sie verkehrt nur stündlich, die 17-Uhr-Fähre können wir nicht mehr erreichen, aber um 18:30 Uhr gibt es noch eine letzte Überfahrt.
Eine schöne, gepflegte Picknickstelle
So haben wir noch etwas Zeit und gondeln gemütlich an der Ems entlang, bevor wir Ditzum erreichen.
Biologische Deichpflege
Wir fahren durch den malerischen Ort und sehen uns die schönen Backsteinhäuser an.
Schöne Häuser mit gepflegten Gartenanlagen in Ditzum
Eine schöne Windmühle
Nach einer kleinen Pause in einer Eisdiele suchen wir den Hafen, wo auch schon die Fähre bereitsteht.
Der malerische Hafen in Ditzum
Die Fähre nach Petkum auf der anderen Seite der Ems
Bei der Überfahrt
Wir sind bereits auf unserer Fart nach Ditzum an einer ersten Siel-Anlage (Schöpfwerk Soltborg) vorbeigekommen, das riesige Netz von Abwasserkanälen, die das Land durchziehen, werden wir erst noch kennenlernen.
Eine Kreuzung von Kanälen
Eine abenteuerliche Brücke über einen Kanal
Kurz vor 20 Uhr kommen wir an unserem Hotel „Goldener Adler“ in Emden an.
Das Hotel direkt neben dem Rathaus.
Nach einem schönen Abendessen mit traditionellem Labskaus machen wir noch eine kleine Besichtigungstour durch die Stadt.
Otto ist hier zuhause
2.Tag: 29.6.2026: Emden – Wirdum (63 km)
Wir verlassen Emden, kommen noch am VW-Werk vorbei und sind schon gleich wieder in der Natur.
Schöne ostfriesische Landschaft
Windräder drehen sich fleißig in der Landschaft und erst am Siel-und Schöpfwerk Knock haben wir zum ersten Mal einen Blick hinaus auf die Nordsee.
Blick aufs Meer, allerdings noch mit holländischen Industrieanlagen im Hintergrund
Friedrich II von Preußen grüßt am Siel- und Schöpfwerk Knock
Große Schiffe fahren in die Ems hinein, Borkum ist im Hintergrund zu sehen.
Die Fahrt geht kurz im Landesinneren weiter, wir durchqueren mehrere schöne Warfendörfer, die es hier in der Krummhörn gibt.
Blick auf das Warfendorf Rysum
Schöne Häuser in Rysum
Gepflegte Straßenzüge und schöne Backsteinhäuser
Wir fahren aus der Tiefebene hinaus zum Meer und kommen zunächst am Campener Leuchtturm vorbei. Aufgrund der Gittermastbauweise nennt man diesen Turm auch "Eiffelturm des Nordens".
Der Campener Leuchtturm
Dann geht die Fahrt wieder in die Krummhörn hinein und am Pilsumer Leuchtturm sehen wir erneut das Wattenmeer.
Der Pilsumer Leuchtturm
Im malerischen Greetsiel machen wir eine kleine Pause, bevor wir die Fahrt zum nächsten Zielort fortsetzen.
Am Kutterhafen von Greetsiel
Die Zwillings-Windmühlen in Greetsiel
Nach mehreren Abzweigungen biegen wir in das Örtchen Wirdum ab, wo wir im schönen Hotel „Zum großen Krug“ übernachten werden
Das schöne Hotel „Zum großen Krug“ in Wirdum
3.Tag: 30.6.2026: Wirdum – Bensersiel (75 km)
Am nächsten Morgen ist es etwas bewölkt und nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Tagen.
Der Störtebeckerturm in Marienhafe
Nachdem wir Marienhafe durchquert haben, fahren wir erneut vor zum Meer.
Weit heruntergezogene Dächer, die dem starken Wind gut trotzen können.
Am Schöpfwerk Leybuchtsiel nehmen wir nicht den Küstenradweg, sondern biegen in das malerische Norden ab.
Am Schöpfwerk
Die Frisia-Mühle in Norden
Nach Norddeich ist es jetzt nicht mehr weit und wir machen dort eine kleine Rast mit dem üblichen leckeren Fischbrötchen.
Blick auf die Nordsee bei Norddeich direkt an der Mole
Die weiteren Kilometer sind geprägt durch eine Fahrt hinter dem Deich.
Eine etwas eintönige Fahrt hinter dem Deich
Nur wenn man anhält und auf den Deich hinaufsteigt, kann man das Ostmarscher Watt erkennen.
Die Marschlandschaft und Norderney im Hintergrund
Dass die Fahrstrecke nicht immer so eintönig sein muss, erkennen wir kurz vor Neßmersiel.
Ein kurzer, etwas ruppiger Fahrradweg
Nach einer weiteren Fahrt hinter dem Deich erreichen wir unser nächstes Etappenziel. Wir übernachten im Hotel „Vier Jahreszeiten“ in Bensersiel, das direkt am Hafen liegt.
Blick vom Hotelzimmer aus auf die Hafenanlagen von Bensersiel.
4.Tag: 1.7.2026: Tagesausflug zur Insel Langeoog
Am nächsten Morgen lacht uns die Sonne aus einem strahlend blauen Himmel an. Mit der ersten Fähre fahren wir um 9:00 aus dem Hafen von Bensersiel.
Die Fahrrinne die aus dem Hafen von Bensersiel hinausführt, Langeoog ist im Hintergrund zu sehen.
Nach der Ankunft auf der Insel fahren wir mit dem Inselzug ins Stadtzentrum und steuern direkt die Küste an.
Der Wasserturm, das Wahrzeichen der Insel
Wir gehen zum Strand hinunter und dann an den Strandkörben entlang.
Der Durchgang zum Meer
Strandkorbparade
Küstenlandschaft
Der Weg ist zunächst noch mit Bohlen ausgelegt, das endet dann aber schon bald. Wir gehen noch eine Stunde am schönen Sandstrand entlang und suchen dann einen Durchgang, der uns durch die Düne in das langgezogene Pirolatal führt. Auf einem breiten Weg kommen wir so zum Stadtkern zurück.
Dünenlandschaft
Wir gehen noch etwas kreuz und quer durch die Straßen, sehen uns die schön hergerichteten Häuser an, bevor wir zum Bahnhof zurückgehen.
Der bunte Inselzug fährt uns zum Hafen zurück
Kurz nach 17 Uhr kommen wir wieder in Bensersiel an, dann wir nehmen noch an einer kleinen, geführten und sehr interessanten Wattwanderung teil.
5.Tag: 2.7.2026: Bensersiel – Wilhelmshaven (61 km)
Unsere Fahrt geht am nächsten Tag zunächst weiter nach Esens.
Auf dem Weg nach Neuharlingersiel
Dann wenden wir uns wieder der Küste zu. Unser nächstes Ziel ist Neuharlingersiel, ein kleiner Hafen- und Sielort.
Blick aufs Wattenmeer bei Neuharlingersiel
Es setzt zunächst leichter Sprühregen ein, der in der Nähe von Carolinensiel heftiger wird. Wir ziehen die Regenkleidung an und fahren jetzt zügig weiter ins Landesinnere hinein.
Am Stadteingang von Jever suchen wir für einen kleinen Moment Schutz unter hohen Bäumen. Als der Regen etwas nachlässt, fahren wir in die Stadt und in einer Gastwirtschaft direkt neben der Brauerei machen wir eine längere Mittagspause.
In dieser Zeit hört der Regen auf und wir können gut weiterfahren. Wir fahren zunächst noch einmal zur berühmten Brauerei zurück.
Die Jever-Brauerei
Ein imposantes Gebäude
Da wir gründlich nass geworden waren und nicht wissen, ob es heute nochmals regnen wird, verlassen wir den Nordsee-Küstenradweg und fahren auf direktem Weg nach Wilhelmshaven.
Am Schloss fahren wir jedoch zunächst noch vorbei!
Am Schloss in Jever
Wir fahren auf schön ausgebauten Radwegen von Jever nach Schortens und dann weiter zum Ems-Jade-Kanal.
Am Ems-Jade-Kanal
An dem Kanal entlang fahren wir bis in die Außenbezirke von Wilhelmshaven.
Eine technische Meisterleistung die Eisenbahn-Klappbrücke über den Kanal.
Dann ist es nicht mehr weit zu unserer nächsten Unterkunft, dem „Hotel Tauwerk“ in Wilhelmshaven.
6.Tag: 3.7.2026: Wilhelmshaven – Bockhorn (66 km)
Heute ist es trocken und es soll auch so den ganzen Tag bleiben.
Wir starten mit unserer Etappe zunächst mit einer ‚Besichtigungstour‘ quer durch die Stadt Wilhelmshaven und das Hafengelände.
Hochseeschiffe im Hafenbecken des Jade-Ems-Kanals
Wir überqueren den Jade-Ems-Kanal auf der historischen Kaiser-Wilhelm-Brücke und die Schiffe der Bundesmarine im Hafenbecken weisen noch einmal deutlich darauf hin, dass Wilhelmshaven der größte Marinestützpunkt ist.
Die Auffahrt zur Kaiser-Wilhelm-Brücke
Die Fregatte Sachsen-Anhalt der Bundesmarine
Der ehemalige Zerstörer Mölders, der heute als Museumsschiff dient.
Danach kommen wir vor zum Banter Seedeich des Jadebusens.
Der Banter Seedeich
Wir fahren ein längeres Stück am Seedeich entlang, kommen dann jedoch wieder zum Jade-Ems-Kanal und dem Fahrradweg, den wir bereits gestern in anderer Richtung gefahren waren. Über Neustadtgödens kommen wir nach Dangast.
Skulptur „Der 7.Tag der Schöpfung“ von Norbert Pierdzig im Rahmen des Skulpturenpfads „Kunst am Deich“ im westlichen Jadebusen
Der Strand von Dangast
Wir fahren zunächst zum Weltnaturerbe-Portal, anschließend zum „Alten Kurhaus Dangast“ und genießen dort in dem entsprechenden Ambiente ein Stück des traditionellen Rhabarberkuchens.
Blick in den Saal des alten Kurhauses
Eine leckere Zwischenmalzeit
Nach einem letzten Blick aufs Meer verlassen wir in Varel der Küstenradweg und fahren zu unserem nächsten Etappenziel dem Hotel „Friesische Wehde“ in Bockhorn.
Blick aus Meer bei Dangast
Ein schönes Hotel
7.Tag: 4.7.2026: Bockhorn – Leer (50 km)
Mit unserer heutigen Etappe zum Ausgangspunkt zurück, schließen wir unsere Rundfahrt ab. In der Nacht hat es heftig geregnet, aber nach dem Frühstück ist es zunächst noch trocken.
Wir starten zunächst auf einer ehemaligen Bahntrasse von Bockhorn nach Zetel.
Die Fahrt geht durch eine typische Marschlandschaft. Sie ist mit vielen Abwasserkanälen durchzogen und zum Teil auch moorig.
Marschlandschaft
Am Lengener-Moor
Auf Radwegen an Landstraßen entlang geht die Fahrt nun recht zügig nach Hesel. Dort beginnt es noch einmal zu regnen und wir sind froh, als wir gegen 15 Uhr das Hotel Waldkur erreichen, an dem wir vor einer Woche gestartet waren.
Nach einer kleinen Pause machen wir uns auf zu einer kleinen Besichtigungstour der Stadt.
Hier einige Impressionen des Rundgangs durch Leer:
Den Track zur Tour findet ihr hier: Nordseeküste - Rundfahrt